Seit 1949 wird in Trossenfurt Fußball gespielt. Was mit 35 Sportsfreunden begann, hat Aufstiege, Abstiege und eine ganz große Zeit erlebt — hier sind die Stationen.
Die Gründung
Am 9. Juli 1949 finden sich 35 Sportsfreunde zusammen und gründen den Sportclub. Heinrich Albert wird erster Vorsitzender, Karl Dütsch Schriftführer, Gottfried Blenk übernimmt Kasse und Spielbetrieb. Vereinslokal wird die Gastwirtschaft Zettelmaier.
Die ersten sportlichen Gehversuche macht man mit einem Waldlauf. Dann traut man sich an Freundschaftsspiele: Das erste Spiel am 25. September 1949 gegen die Zweite des SV Rapid Ebelsbach endet 6:0, das erste Auswärtsspiel eine Woche später 2:1 in Fatschenbrunn.
Die Fahnenweihe
An Pfingsten 1959 wird die Vereinsfahne bei einem Festgottesdienst am Käppla geweiht — bei strahlendem Sonnenschein, mit Fahnenbraut Elsa Bühl und zwölf Ehrendamen rund um den Altar.
Beim Festkommers wird Gründungsvorsitzender Heinrich Albert zum Ehrenmitglied ernannt.
Die erste Meisterschaft
Nach dreizehn Jahren ist es soweit: Der SC feiert seine erste Meisterschaft überhaupt und steigt in die B-Klasse auf.
Aufstieg B-KlasseDie Frauen kommen
Der SC gründet gleich zwei Damenfußball-Mannschaften — für einen Dorfverein in den Sechzigern alles andere als selbstverständlich. Bis weit in die Neunziger sind die Frauen das Aushängeschild des Vereins.
Ein Auftritt bleibt unvergessen: Am 23. Juni 1968 treten beide Mannschaften gegeneinander an — Rot-Weiß unter Hildegard Bühl gegen Blau-Weiß unter Gertrud Wanner. Vor 1.200 Zuschauern gewinnt Blau-Weiß mit 6:3. Die Einnahmen von 2.000 Mark gehen an die Restaurierung des Kirchendachs.
–74
Meister der A-Klasse
Mit 72:48 Toren und 38:18 Punkten holt die erste Mannschaft die Meisterschaft in der A-Klasse Haßgau — und steigt in die Bezirksliga auf.
Die A-Klasse ist damals die Spielklasse direkt unterhalb der Bezirksliga — also genau die Ebene, die heute Kreisliga heißt.
Aufstieg Bezirksliga/78
Ein Jahr Bezirksliga
Die Luft dort oben ist dünn: In der Bezirksliga Unterfranken Ost wird es am Ende Platz 16 bei 48:97 Toren, es geht direkt wieder zurück.
Bis heute ist es die höchste Spielklasse, in der eine SCTT-Herrenmannschaft je gespielt hat. In der A-Klasse hält sich die Mannschaft anschließend noch bis 1982.
Höchste Spielklasse
–92
Die große Zeit der Damen
1987 werden die Frauen Meister der Kreisliga Bamberg, 1990 und 1992 Meister der Bezirksliga Oberfranken — und steigen 1992 in die Damen-Bayernliga auf.
Höher hat es in Trossenfurt nie eine Mannschaft geschafft. Aus dem Team entwickelt sich später die Gymnastikgruppe, die es bis heute gibt.
Damen-BayernligaDurchmarsch in der A-Klasse
107:24 Tore, 77 Punkte, Platz 1 — souveräner geht eine Meisterschaft kaum. Der SCTT kehrt in die Kreisklasse zurück.
Aufstieg KreisklasseDer Rückschlag
Als Fünfzehnter geht es zurück in die A-Klasse. Fünf Jahre wird es dauern, bis die Mannschaft wieder oben ankommt.
Zurück in der Kreisliga
Als Meister der Kreisklasse 3 mit 62:19 Toren steigt der SCTT auf — unter Spielertrainer Uli Loeper.
Es ist die Rückkehr auf eine Ebene, auf der der Verein zuletzt 1982 gespielt hat — damals noch unter dem Namen A-Klasse. Erst 1998 wurden die bayerischen Spielklassen umbenannt: Aus der A-Klasse wurde die Kreisliga, aus der B-Klasse die Kreisklasse.
75 Jahre SCTT
Der Verein feiert sein 75-jähriges Bestehen — drei Vierteljahrhunderte Fußball, Ehrenamt und Dorfgemeinschaft.
2024
Neue Trainer, zweimal Relegation
Nach zehn Jahren als Trainer übergibt Uli Loeper das Amt. Seit der Saison 2024/25 sind Kevin Steinmann und Lukas Albert Spielertrainer.
Die beiden führen die Mannschaft auf Anhieb zweimal in Folge in die Relegation: 2024/25 als Dritter mit 65 Punkten, 2025/26 als Zweiter mit 70 Punkten und 110 erzielten Toren. Beide Male scheitert der Aufstieg denkbar knapp.
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